Dienstag, April 27, 2004

Schule und Lebensqualität - Konzepte für die Praxis: 3. Fachtagung für Lehrer am 18. September in Berlin

(aid) - Um die Erziehungs- und Bildungsqualität an unseren Schulen wirksam zu steigern, ist es erforderlich, die Lebensqualität der Lehrer, die Lernbedingungen der Schüler und die Gesundheitssituation im gesamten Schulumfeld nachhaltig zu verbessern. Es gibt bereits zahlreiche gute Projekte und bewährte Unterrichtskonzepte für eine gesundheitsfördernde Schule, die das Netzwerk Gesunde Ernährung am 18. September 2004 bei seiner 3. Lehrer-Fachtagung "Schule und Lebensqualität" in Berlin praxisnah vorstellen wird. Die Schule kann einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention leisten, indem sie z. B. nicht nur die theoretische Seite der Ernährung lehrt, sondern auch die praktische Umsetzung im Schulalltag ermöglicht. Obwohl ernährungsbedingte Probleme bei Kindern und Jugendlichen zunehmen, wird das Thema aber oft fachfremd und unzureichend unterrichtet. Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn, beschäftigt sich mit der Ernährungssituation an Schulen und informiert, was Lehrer tun können, um diese zu verbessern. Der Frage, inwieweit die Gesundheit der Lehrer zur Steigerung der schulischen Erziehungs- und Bildungsqualität beitragen kann, geht Prof. Dr. Peter Paulus, Universität Lüneburg, nach. Stress und Ärger gibt es für die meisten Lehrer tagtäglich. Strategien zur Stressbewältigung, die den Lehrer stressresistenter, gelassener und damit auch gesünder machen, erläutert Thomas Männle vom Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung (UGB). Auf dem Markt der Möglichkeiten werden zahlreiche kreative und umsetzbare Konzepte rund um die Gesundheit von Schülern und Lehrern präsentiert. Zehn Workshops bieten den Teilnehmern darüber hinaus Gelegenheit, einzelne praxiserprobte Projekte und Modelle zur schulischen Gesundheitsförderung intensiver kennen zu lernen. Die Fachtagung steht unter der Schirmherrschaft von Bundesverbraucherministerin Renate Künast und dem Berliner Bildungssenator Klaus Böger; sie findet in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport, Berlin, der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Berlin, sowie der Verbraucherzentrale Berlin an der Humboldt-Universität statt. Die Tagesveranstaltung dauert von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, kostet in Vorauskasse 25,00 EUR und an der Tageskasse 30,00 EUR. Für das leibliche Wohl sorgen das Studentenwerk Berlin mit einem Bio-Mittagsmenü und der Bildungsmarkt e. V. mit Öko-Snacks.
aid, Eva Weißen

Montag, April 26, 2004

Ulla Schmidt: Nichtraucherkampagne „Rauchfrei 2004“ im Endspurt

Bundessozialministerin Ulla Schmidt ist Schirmherrin der Nichtraucherkampagne „Rauchfrei 2004“, die alle zwei Jahre in Deutschland stattfindet. Bis zum 30. April 2004 haben noch alle Raucherinnen und Raucher die Möglichkeit, sich im Internet unter www.rauchfrei2004.de anzumelden.
„Nutzen sie diese Aktion, um mit dem Rauchen aufzuhören. Die Aufgabe des Rauchens verlängert nicht nur das Leben, sondern es schützt auch vor einer Vielzahl von Erkrankungen“, so Ulla Schmidt.

Ulla Schmidt appelliert an alle Raucherinnen und Raucher „Rauchfrei 2004“ als Einstieg in den Ausstieg zu nutzen.

2002 nahmen an der Aktion 90.000 Raucherinnen und Raucher teil. In einer Stichprobenbefragung zwölf Monate danach gaben 22 Prozent an, seit der Teilnahme Nichtraucher zu sein, weitere 39 Prozent der Teilnehmer haben ihren Konsum reduziert. „Diese Zahlen zeigen deutlich, wie wichtig solche Kampagnen sind“, so Ulla Schmidt.

Die Teilnehmer verpflichten sich, ab dem 1. Mai 2004 einen Monat lang nicht zu rauchen. Und das mitmachen lohnt sich nicht nur gesundheitlich: Es werden je zwei Preise für Erwachsene und für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr in Höhe von je 2.500 Euro vergeben. Insgesamt werden 10.000 Euro ausgelobt. Davon können auch die profitieren, die als Nichtraucher einem Raucher bei der Aktion helfen.

Teilnahmekarten gibt es im Internet, in allen Apotheken sowie in den Geschäftsstellen der AOK, der Barmer Ersatzkasse und der Betriebskrankenkassen. Derzeit gehen stündlich allein über das Internet rund 100 Anmeldungen ein.
quelle:Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung