Samstag, Februar 28, 2004

Gesetzlich Krankenversicherte in der Demografie-Falle

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die höhere Versicherungspflichtgrenze für gesetzlich Krankenversicherte ist zulässig. Die Allianz Private Krankenversicherung fordert weiterhin eine Kapitaldeckung in der Krankenversicherung. Weiter bei der Allianz

Mittwoch, Februar 25, 2004

Jeder zweite Jugendliche unter 14 Jahren war schon einmal betrunken

- mehr Mädchen als Jungen rauchen. Alarmierende Ergebnisse der „Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen“ (ESPAD)

Deutschland hat sich 2003 erstmals an der „Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen“ (ESPAD) beteiligt, deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Ausgewertet wurden die Daten von insgesamt 11.043 Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klasse in den Ländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, für die auch jeweils Einzelergebnisse vorliegen. Themen der Untersuchung waren der Konsum psychoaktiver Substanzen sowie die persönlichen Einstellungen und Risikoabschätzungen der Schülerinnen und Schüler.

Zu den ESPAD-Daten erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin und Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marion Caspers-Merk:
„Die Ergebnisse sind ein weiteres Alarmsignal. Frühe Erfahrungen mit dem Konsum von Alkohol, Tabak oder Cannabis sind unter den Jugendlichen erschreckend weit verbreitet. Jeder dritte unter den befragten Jugendlichen hat schon mal Cannabis geraucht. Bestätigt hat sich auch der Trend aus anderen Befragungen, dass mittlerweile mehr Mädchen als Jungen rauchen. Alcopops sind das beliebteste alkoholische Getränk bei den Kids, Trunkenheitserfahrungen bei der Jugend sind keine Seltenheit.

Die Ergebnisse bestärken mich darin, einen Schwerpunkt meiner Arbeit auf die Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen zu legen. Je früher der riskante Konsum von Suchtmitteln aufgenommen wird, desto schneller kann sich eine Abhängigkeit einstellen. Die Bundesregierung setzt zum einen auf Primärprävention, dazu gehören zum Beispiel die Informationen zum Rauchen speziell für Mädchen, die die BZgA zur Verfügung stellt. Zum anderen entwickeln wir Angebote der Sekundärprävention für die Gruppe der Jugendlichen, die bereits Konsumerfahrung haben und bei denen wir eine Verhaltensänderung erzielen wollen. Gute Beispiele hierfür sind das erfolgreiche Bundesmodellprojekt ,FreD‘ (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten) oder auch das neue Pilotprojekt „Halt“, in dem es darum geht, Jugendlichen mit auffälligem Alkoholkonsum gezielt Hilfen anzubieten. Ich hoffe, dass sich möglichst viele Länder an ,Halt‘ beteiligen.“

Die wichtigsten Ergebnisse von „ESPAD“:
Tabak - Von den befragten Schülerinnen und Schülern haben 77,8 % mindestens einmal in ihrem Leben geraucht, bei den Schülerinnen haben 79,1% gegenüber 76,4% bei den Schülern Erfahrungen mit dem Tabakkonsum. Von einem aktuellen Konsum berichteten 48,4% der weiblichen gegenüber 44,9% der männlichen Schüler. Unter Hauptschülern finden sich mehr tägliche und auch mehr starke Raucherinnen und Raucher als bei Schülern in anderen Schulformen.

Alkohol - Bezogen auf die letzten 12 Monate vor der Befragung waren lediglich 6% der Jungen und 5% der Mädchen abstinent. In den letzten 30 Tagen vor der Erhebung wurden am häufigsten Alcopops getrunken (63%), gefolgt von Bier (56%), Spirituosen (51%) und Wein/Sekt (50%). Insgesamt 38% der befragten Jugendlichen berichten von Trunkenheitserlebnissen in den letzten 30 Tagen. Jeder zweite Jugendliche unter 14 Jahren war schon einmal betrunken. Einen zumindest einmaligen Konsum von 5 oder mehr Gläsern Alkohol bei einer Trinkgelegenheit in den letzten 30 Tagen gaben 59% der Schülerinnen und Schüler an.

Drogen - 33% der befragten Schülerinnen und Schüler berichten, bereits einmal irgendeine illegale Substanz probiert zu haben. Mit 31% ist Cannabis die am häu-figsten konsumierte Substanz. Verglichen mit den relativ hohen Erfahrungswerten des Cannabiskonsums ist eine häufige Einnahme dieser Substanz aber eher selten. In den letzten 30 Tagen vor der Befragung gaben 5% der Jugendlichen an, öfter als einmal pro Woche Cannabis konsumiert zu haben.
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung


Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland Januar/Februar 2004

Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland Januar/Februar 2004
Quelle:Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Datum: 23.2.2004

In der zweiten Hälfte des letzten Jahres kam es im Zuge der weltwirtschaftlichen Belebung zu spürbaren außenwirtschaftlichen Impulsen, die einen konjunkturellen Erholungsprozess einleiteten, nachdem die konjunkturelle Entwicklung in der vor allem durch geopolitische Unsicherheiten geprägten ersten Jahreshälfte 2003 enttäuschend verlaufen war. Gegenüber dem jeweiligen Vorquartal erhöhte sich das reale BIP im dritten und vierten Quartal kalender- und saisonbereinigt jeweils um 0,2 %.

Anders als in den Vorquartalen kamen die Wachstumsimpulse in den letzten Monaten des Jahres 2003 vor allem aus dem Inland. Der Blick auf die Entwicklung einzelner Komponenten des BIP zeigt, dass sich die Ausrüstungsinvestitionen nach dem nahezu kontinuierlichen Rückgang seit dem dritten Quartal 2000 im Schlussquartal 2003 erstmals wieder spürbar belebten (+1,9 %). Auch die Bauinvestitionen nahmen merklich zu. Insgesamt stützt dies die Erwartung einer sich allmählich belebenden Binnenkonjunktur. Auch die Privaten Konsumausgaben als größtes Nachfrageaggregat waren zum Jahresende weiter schwach (-0,4 %). Ein deutlich positiver Impuls ging vor allem von den Vorratsveränderungen aus. Es ist für den Beginn einer konjunkturellen Aufwärtsentwicklung nicht untypisch, dass Unternehmen ihre Lagerbestände angesichts einer sich abzeichnenden Nachfragebelebung aufstocken. Von außenwirtschaftlicher Seite stand einem leichten Anstieg der Exporte (+0,3 %) eine kräftige Zunahme der Importe (+2,7 %) gegenüber, so dass vom Außenbeitrag ein negativer Wachstumsimpuls ausging. Im starken Anstieg der Importe spiegelt sich vor allem die Lageranpassung der Unternehmen wider. Bei einer in der zweiten Jahreshälfte leichten Erholung der Konjunktur lag das reale BIP in Deutschland aufgrund der vorangegangenen Schwächephase im Jahresdurchschnitt 2003 geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (-0,1 %).

Die aktuellen Konjunkturindikatoren deuten auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Belebung in Deutschland hin. So war die Entwicklung der Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen in den letzten Monaten 2003 sowohl von Seiten der Inlands- wie der Auslandsnachfrage trotz spürbarer Aufwertung des Euro deutlich aufwärts gerichtet. Die nach dem ifo-Konjunkturtest seit Mai zu verzeichnende Aufhellung des Geschäftsklimas in der westdeutschen Gewerblichen Wirtschaft hat sich im Januar zum neunten Mal in Folge fortgesetzt. Dabei ist das Preisklima in Deutschland stabil. Wichtige Determinanten der Preisentwicklung wie leicht sinkende Lohnstückkosten, hoher Wettbewerbsdruck und die Verbilligung der Importe durch die Euro-Aufwertung dürften dabei auch weiterhin den Preisauftrieb bremsen. Die Entwicklung der Konjunkturindikatoren stützt die Erwartung, dass, wie im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung dargelegt, im Durchschnitt des Jahres 2004 ein Anstieg des realen BIP von 1,5 % bis 2 % erreicht werden kann.

Krankenkassen veröffentlichen Gehälter

Die gesetzlichen Krankenkassen veröffentlichen ab dem heutigen Mittwoch die Gehälter ihrer Vorstandsvorsitzenden im Bundesanzeiger