Wer keine akuten Probleme hat, sollte Zahnersatz-Maßnahmen erst im kommenden Jahr durchführen lassen. Das empfiehlt die AOK Niedersachsen.
Am 1. Januar 2004 tritt nämlich ein neuer Honorarvertrag für Zahnärzte in Kraft. Dadurch sinken die Zuzahlungen für Kronen und Brücken. Von 2004 an zahlen die Krankenkassen außerdem für keramisch verblendete und Vollkeramik-Kronen die gleichen Zuschüsse wie für Metallkronen.
Zahnärzte erhalten künftig mehr Geld für zahnerhaltende Maßnahmen. Untersuchungen, Beratung, Füllungen und Zahnwurzelbehandlungen werden höher vergütet. Dagegen sinkt das Honorar für kieferorthopädische und prothetische Leistungen. Dadurch soll der Trend zum voreiligen und unter Umständen nicht notwendigen Zahnersatz gestoppt werden. Für die Versicherten hat dies den Vorteil, dass mit den Honoraren auch die Zuzahlungen für Zahnersatz sinken.
Mit der Gesundheitsreform ist eine private Absicherung des Zahnersatzes ab 2005 geplant. Die Versicherten sollten sich aber nicht aus Sorge vor den möglichen Folgen der Reform zu übereilten Zahnersatz-Maßnahmen hinreißen lassen. Die AOK warnt zudem vor einem voreiligen Abschluss privater Zusatzversicherungen. Auch die gesetzlichen Krankenkassen werden ab 2005 Zusatzpolicen anbieten können. Die AOK wird ihren Versicherten rechtzeitig ein attraktives Angebot machen.
Quelle:AOK