Donnerstag, September 11, 2003

Bald mehr Freiheit beim Arzneimittelvertrieb

Ob Bücher, CDs oder Wein: Per Kurier oder Post wird heute fast alles ins Haus geliefert – Telefon und Internet machen es möglich. Wer jedoch ein Rezept vom Arzt einlösen oder Kopfschmerztabletten kaufen möchte, muss in die Apotheke gehen.

„Dank der Gesundheitsreform soll sich das nun ändern“, sagen die AOK-Beratungsapotheker. „Wir gehen davon aus, dass der Versandhandel mit Arzneimitteln zu sicheren Bedingungen für die Patienten zu-gelassen wird.“ Noch in diesem Jahr dürfte eine Reihe von Anbietern auf den Markt drängen, um dann am 1. Januar loslegen zu können. Dass der Versandhandel problemlos funktioniert, macht im Übrigen die Schweiz seit Jahren vor.

Für Patienten und Patientinnen hat das Vorteile: Chronisch Kranke, aber auch ältere Menschen oder Gehbehinderte, die stets die gleichen Medikamente benötigen, sparen sich den ständigen Gang zur Apotheke. Gerade für Menschen, die keine Apotheke im Umkreis haben, wäre der Versandhandel eine komfortable Alternative. Letzten Endes entscheide aber immer der Patient selbst, wo er sein Medikament beziehe.

Im Interesse der Verbraucher müssten für die neue Vertriebsform allerdings strenge Auflagen gelten. So dürfe es verschreibungspflichtige Medikamente natürlich nur auf Rezept geben. Ferner müsse die Arzneimittelsicherheit gewährleistet sein; dafür hätten Versandapotheken ihre Qualität und Zuverlässigkeit nachzuweisen.

„Damit Kunden ebenso qualifiziert wie in der Apotheke am Ort beraten werden, wünschen wir uns, dass auch Versandapotheken Fachkräfte mit pharmazeutisch-medizinischem Fachwissen beschäftigen“, ergänzt die AOK. Auch müsse die Versandapotheke bei Fragen und Problemen rund um die Uhr erreichbar sein. Selbst mehrmalige Zustellversuche, so eine weitere Forderung der AOK, müssen kostenfrei sein. Quelle:AOK

Montag, September 08, 2003

Riester-Rente läuft

Betreff Riester Rente
Die Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Barbara Hendricks, überzeugte sich heute persönlich von der Leistungsfähigkeit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) in Brandenburg/Havel. Ihr besonders Augenmerk galt "Zusy" - dem Zulagensystem.

Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) hatte beim Aufbau der ZfA ein völlig neues Datenverarbeitungssystem konzipiert, das die Anträge auf Zulage von Anbietern von Altersvorsorgeprodukten prüft, die Zulagen berechnet und auszahlt. Mit "Zusy" wird eine fast papierlose Bearbeitung realisiert.

Herbert Schillinger, Direktor der BfA, stellte anlässlich des Besuches die neuesten Zahlen vor. "Bis Ende August wurden von der ZfA ca. 850.000 Zulagenanträge berechnet und damit 55 Millionen Euro als Zulagen ausgezahlt. Insgesamt liegen eine Million Anträge vor. Der nächste Auszahlungstermin wird Mitte November sein. Wir rechnen dann mit einem deutlichen Anstieg der Antragszahlen." Rund fünf Millionen Verträge wurden in Deutschland bereits geschlossen. Die Anleger haben noch bis Ende 2004 Zeit, um die Anträge auf Zulage - über ihren Anbieter - für das Jahr 2002 bei der ZfA einzureichen.

Mit dem Einsatz der Anwendung "Zusy" hat die BfA eine der zugesagten Dienstleistungen aus der Initiative BundOnline 2005 termingerecht erledigt und damit der so genannten Riester-Rente zu einem guten Start verholfen.

BfA